Werkzeugwand selber bauen: Schritt-für-Schritt Anleitung

(zuletzt aktualisiert am: 21. Februar 2022)

Hast Du Dir schon mal gewünscht, Du hättest einen Ort, an dem du all Deine Werkzeuge aufbewahren kannst, um Deinen Arbeitsbereich ordentlich zu halten?

Mit ein bisschen handwerklichem Geschick kannst Du Dir Deine eigene Werkzeugwand bauen! Dieses Projekt ist perfekt für Hausfrauen und -männer, die ihren Arbeitsbereich aufräumen wollen, und für Handwerker, die ihr Werkzeug organisieren wollen.

Werkzeugwand selber bauen
Bildquelle: Instructables

Alles, was Du brauchst, um eine Werkzeugwand selber bauen zu können, sind ein paar Grundkenntnisse im Tischlerhandwerk und ein paar Materialien aus Deinem Baumarkt. Es ist wirklich nicht schwer und es hilft Dir Ordnung in der Werkstatt zu schaffen. Also fang noch heute mit Deiner neuen Werkstatt an!

Diese Materialien brauchst Du um eine Werkzeugwand zu bauen:

  • Span- oder OSB-Platten in der gewünschten Größe
  • Schrauben und Nägel
  • Hammer, Akkuschrauber, (evtl. Säge), Wasserwaage
  • Stift
  • optional: Öl, Lack, Leim und (Holz)-Dübel

Du musst natürlich nicht alle diese Materialien kaufen. Beispielsweise brauchst Du nicht unbedingt Leim, wenn Du keine Holzdübel verwenden möchtest. Das liegt ganz an Dir, wie Du Deine Werkzeugwand gestalten möchtest.

Schritt 1: Plane Deine Werkzeugwand

Planung ist das halbe Leben, in diesem Fall die halbe Werkzeugwand 😉 Damit Du also eine Werkzeugwand selber bauen kannst, solltest Du Dich erst einmal an die Planung machen.

Denn wenn Du einfach los legst hast Du am Ende vielleicht eine Wand, die entweder zu klein für die Fülle Deiner Werkzeuge ist, oder aber zu schmal um vielleicht alle Schraubenschlüssel in einer Reihe aufzuhängen.

Deshalb solltest Du Dir vorher Gedanken machen, wie Du Deine Werkzeuge anordnen möchtest damit alles auch einen Sinn ergibt. Außerdem geht die Arbeit dann auch wesentlich schneller von der Hand. Vertrau’ mir…

Wo soll die Werkzeugwand hängen und wie groß soll sie sein?

Als erstes suchst Du Dir eine Wand aus, die als Träger Deiner neuen selbstgebauten Werkzeugwand dienen soll. Diese sollte immer frei zugänglich sein, damit Du jederzeit mühelos an Dein Werkzeug rankommst.

Als nächstes machst Du Dir Gedanken über die Größe Deiner zukünftigen Werkzeugwand. Dazu gehe kurz Dein Werkzeug im Kopf durch und überlege Dir grob, wie Du es am sinnvollsten anordnen solltest.

Falls Dir die Vorstellungskraft fehlt oder Du eher der visuelle Typ bist, kannst Du auch einen Karton in der Größe Deiner Werkzeugwand zurechtschneiden.

Diesen legst Du nun auf den Boden und ordnest Dein Werkzeug darauf an. So siehst Du recht schnell, wie es am Ende aussehen kann, oder – noch besser – aussehen soll.

Wenn Du mit der Anordnung zufrieden bist, dann greif’ noch schnell zum Handy und mach’ ein Foto der Zusammenstellung – nicht dass das am Ende umsonst war und Du wieder von vorn anfängst.

Tipp zur Anordnung des Werkzeugs: Um Dein meistbenutztes Werkzeug immer schnell griffbereit zu haben, solltest Du es auch in einer für Dich perfekten Höhe aufhängen.

Falls Du viel Platz auf der Werkzeugwand zur Verfügung hast, empfehle ich Dir auch Dein Werkzeug in Gruppen anzuordnen. Das kann Dir vor allem dabei helfen, schnell Werkzeug zu finden, das vielleicht eher selten zum Einsatz kommt.

Bis hierhin hast Du noch die Wahl, eine Werkzeugwand selber bauen, oder vielleicht doch eine fertige Werkzeuglochwand kaufen? Oder, vielleicht doch etwas ganz anderes um Ordnung in der Werkstatt zu schaffen und das Chaos zu beseitigen?

Holzplatte besorgen

Nun, da Du die Maße Deiner Werkzeugwand kennst, musst Du Dir natürlich die entsprechende Platte besorgen, an der Dein Werkzeug in Zukunft hängen soll.

Als Platte eignet sich nicht nur eine OSB-Platte, sondern auch die gute alte Spannplatte. Die Platte sollte mindestens 1 cm, besser noch 1,5 cm stark sein, damit das Holz auch das Gewicht der Werkzeuge tragen kann.

Die Platte kannst Du Dir einfach im Baumarkt besorgen. Dort kannst Du sie auch direkt vom Fachpersonal auf Deine Maße zuschneiden lassen und sparst Dir somit noch die Nachbearbeitung…

Tipp: Wie wär’s mit einer Holz-Platte vom Recyclinghof

Auf dem Recyclinghof lässt sich oftmals gutes Holz finden, das sich perfekt für solche Arten von Arbeiten eignet.

Achte jedoch darauf dass das Holz unbeschädigt ist. Außerdem wirst Du die Platte noch zuschneiden müssen – also ist eine Stich- oder Kreissäge Pflicht.

Markierungen für Nägel, Schrauben oder Dübel setzen

Nachdem Du nun stolzer Besitzer einer Holzplatte bist, lass uns gleich weitermachen…

Schau Dir nochmal Dein Foto von der zuvor gemachten Werkzeuganordnung auf dem Handy an und zeichne die Markierungen für Schrauben und Nägel auf der Holzplatte ein.

Du kannst für leichteres Werkzeug gerne Nägel verwenden. Die schwereren Werkzeuge solltest Du vielleicht eher an Schrauben aufhängen.

Natürlich kannst Du auch durch geschicktes Setzen von Holzdübeln beispielsweise einen Akkuschrauber aufhängen. Sei einfach kreativ!

Schritt 2: Nägel, Schrauben oder Holzdübel in der Werkzeugwand anbringen

So, jetzt kommt dann mal ein wenig Handwerksarbeit auf Dich zu. Anhand Deiner Markierungen kannst Du nun ganz leicht die Halterungen für Dein Werkzeug anbringen.

Für eine bessere Stabilität, solltest Du die Schrauben, oder Nägel, schräg in die Holzwand treiben. Also von oben nach unten im 40 Grad Winkel. Somit läufst Du nicht in Gefahr, dass gleich, bei etwas schwererem Werkzeug, der Nagel oder die Schraube nachgibt.

Schritt 3: Boxen für Kleinteile und weitere Möglichkeiten

War das schon alles? Naja, wie Du willst. Aber wie wäre es mit zusätzlichen Boxen, in denen Du Kleinteile wie Schrauben, Nägel oder Dübel aufbewahren kannst? Hat was, oder?

Außerdem lässt sich mit einfachen Winkeln ein waagerechtes Brett montieren, dass Dir dann als Ablage für weitere Werkzeuge oder Boxen dienen kann.

Hier siehst Du ein paar Bilder, mit kreativen Ideen für Deine Werkzeugwand.

Schritt 4: Werkzeugwand ölen oder lackieren

Dieser Schritt ist für Dich optional, das heißt Du musst ihn nicht unbedingt ausführen. Wenn Du Deine Werkzeugwand aber einölst bringt Dir das eine verlängerte Haltbarkeit.

Außerdem erstrahlt das Holz dann in neuem Glanz und ist auch gewissermaßen ein Hingucker.

Natürlich kannst Du Deine selbstgebaute Werkzeugwand auch lackieren. Nimm dazu am besten eine Sprühdose. Wenn Du mit dem Aussehen zufrieden bist, dann weiter zum letzten Schritt.

Schritt 5: Montage Deiner selbstgebauten Werkzeugwand

Jetzt da Deine Werkzeugwand bereit ist, Dein Werkzeug aufzunehmen und richtig schön anzuordnen, machen wir uns an die Montage.

Je nach Größe der Werkzeugwand, kann das Gewicht vor allem mit den dranhängenden Werkzeugen schon recht beachtlich werden, deshalb solltest Du auf jeden Fall sichergehen, dass die Wand am Ende auch einen sicheren Halt hat.

Ich würde Dir auf jeden Fall eine Unterkonstruktion empfehlen, damit die Mauer hinter der Werkzeugwand atmen kann. Also nicht unbedingt die Werkzeugwand direkt am Mauerwerk befestigen, sondern an waagerechten Latten, die am Mauerwerk hängen.

Je nach Größe Deiner Werkzeugwand benötigt Du also ein paar Latten als Unterkonstruktion. An diese Latten wird später Deine Werkzeugwand gebohrt.

Die Abstände zwischen den Latten sollten angemessen groß sein, damit die Luft schön zirkulieren kann und nicht stockt. Du solltest eine Latte pro 30 oder 40 cm anbringen.

Ich würde auch keinen Rahmen als Unterkonstruktion bauen, sondern einfach waagerecht Latten von oben nach unten in gleichmäßigen Abständen aufhängen, an denen Du schließlich Deine Werkzeugwand befestigst.

Und nun? Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Glückwunsch! Du hast eine Werkzeugwand selber gebaut und bist wieder Herr Deines Werkzeugs! Ich hoffe, Dir hat der Artikel gefallen und Du hast wieder etwas mehr Ordnung in Deiner Werkstatt.

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