Welcher Hammer wofür? 7 „hammer“-harte Typen erklärt

(zuletzt aktualisiert am: 6. Juni 2021)

Der Schlosserhammer

schlosserhammer

Diesen Hammer kennt wohl jeder, zumindest in Deutschland und seinen Nachbarländern. Den Schlosserhammer läßt sich wohl in so ziemlich jedem Haushalt finden. Seine häufigsten Einsatzgebiete sind das Einschlagen von Nägeln oder Dübeln.

Der Kopf des Schlosserhammers ist normalerweise aus Stahl und befindet sich meistens auf einem Holzstiel. Die flache Seite des Kopfes, Bahn genannt, ist quadratisch, die gegenüberliegende keilförmige spitz zulaufende Seite, Pinne oder auch Finne genannt, ist quer zum Stiel abgerundet. 

Den Schlosserhammer gibt es in unterschiedlichen Gewichtsklassen, je schwerer er ist, desto mehr Schlagkraft steht dir zur Verfügung. In den meisten Haushalten wird üblicherweise ein 200 -300 Gramm schwerer Schlosserhammer verwendet. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 5 und 20 Euro. Mehr sollte er nicht kosten

Ingenieurhammer

schlosserhammer und ingenieurhammer

Die englische Variante des Schlosserhammers, nennt man bei uns Ingenieurhammer. Die Besonderheit der englischen Version ist die spezielle Form des Hammerkopfes. Er besteht aus einem runden Hammerstück mit geradem Abschluss an einem Ende und einer Kugel auf der gegenüber liegenden Seite.

Vielleicht fragst du dich, warum diese Variante Ingenieurhammer genannt wird? Das kommt daher, dass sich mit diesem Hammer sehr präzise arbeiten läßt. Er wird oft beim Handvernieten und vor allem in der Automobilindustrie verwendet.

Zimmermannshammer

zimmermannshammer

Der Zimmermannshammer, oft auch Klauen- oder Latthammer genannt, ist etwas funktioneller als der Schlosserhammer. Diesen Hammer sieht man häufig auf Baustellen bei denen Holzarbeiten durchgeführt werden. Mit ihm ist es relative einfach Nägel einzuschlagen und auch alte Nägel zu entfernen.

Der Kopf eines Zimmermannshammers ist meistens aus Stahl gefertigt, die Bahn, also die Schlagseite des Kopfes ist meistens etwas angeraut um ein Abrutschen des Hammers zu erschweren. Mit der anderen Seite des Kopfes ist es möglich, zum Beispiel in Holz zu schlagen und es anschließend, durch die gebogene Klaue, aufzuhebeln.

In der Klaue ist befindet sich eine Nagelrille mit der es dir möglich ist, einen Nagelkopf zu fassen und so den Nagel durch die Rundung des Kopfes einfach aus dem Holz zu hebeln.

Der Zimmermannshammer wiegt meistens um die 500g, sein Griff besteht aus Holz oder auch Glasfaser und wird häufig auch mit einem Gummiüberzug angeboten, damit man einen festeren Griff hat. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 10 und 20 Euro.

Gummihammer

gummihammer

Der Gummihammer besitzt in den meisten Ausführungen einen zylinderförmigen Kopf, der aus einer Hartgummimischung besteht. Der Gummihammer ist, genau wie der Schlosserhammer, ein echter Allrounder, aber seine besondere Stärke kommt bei empfindlicheren Materialien zum Einsatz.

Sein Einsatzgebiet ist sehr vielfältig, ich habe erst kürzlich einen Gummihammer beim Fliesen legen verwendet, denn die neuen Fliesen sollten beim Anklopfen natürlich nicht beschädigt werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind zum Beispiel der Möbelaufbau und die Verarbeitung von Gipsplatten im Trockenbau.

Auch bei deinem nächsten Festivalbesuch kann er Dir hilfreich zur Seite stehen, gerade wenn Du zelten möchtest, denn die empfindlichen Heringe lassen sich recht selten von Hand eindrücken, mit einem Gummihammer ist das jedoch kein Problem mehr.

Der Durchmesser der Aufschlagfläche reicht von 30 bis 75 mm, der Preis eines Gummihammers sollte eigentlich die 10 Euro Marke nicht überschreiten.

Maurerhammer

Maurerhammer

Ein Maurerhammer ist ein großartiges Werkzeug für viele Bauprojekte. Er ist eines der am häufigsten verwendeten Werkzeuge in der Werkzeugtasche eines professionellen Maurers. Du kannst ihn benutzen, um Ziegel zu spalten oder kleine Stücke von Felsen abzubrechen.

Er besteht aus einem Stiel und einem Kopf mit zwei Seiten. Der Stiel hat einen komfortablen Griff, der die Stöße absorbieren soll, die beim Schlagen von harten Objekten wie Steinen und Ziegeln entstehen.

Eine Seite des Kopfes ähnelt der des Schlosserhammers, sie ist ebenfalls quadratisch, jedoch etwas kleiner vom Umfang her. Die gegenüberliegende Seite des Kopfes sieht aus wie ein Meißel. Sie besitzt eine scharfe Kante und häufig eine kleine Einkerbung zum Entfernen von Nägeln.

Einen qualitativ guten Maurerhammer bekommst Du ab ca. 25 Euro. Man sollte bei diesem Produkt nicht die günstigeren Artikel kaufen, denn mit diesem Hammer möchtest Du harten Stein bearbeiten, da würde ich schon auf eine gute Qualität setzen.

Fäustel

Fäustel

Der Fäustel ist einer der ältesten Hammertypen überhaupt. Dieser Hammer besitzt einem massiven Kopf aus gehärtetem Stahl. Der Stiel besteht in den meisten Fällen aus Holz. Ein Fäustel kommt außerdem selten allein, sein bester Freund ist der Meißel, diese beiden sind eigentlich unzertrennlich. 

Früher wurde der Fäustel zusammen mit dem Meißel in Steinbrüchen eingesetzt. Auch heute ist er hauptsächlich in der Steinbearbeitung zuhause. Aber Du kannst damit natürlich auch Hölzer spalten um dein Brennholz in Form zu bringen.

Das Gewicht eines guten Fäustels bewegt sich zwischen 1 und 2 Kilogramm. Normalerweise in 250g Abstufungen. Je nach Gewicht kostet ein guter und vor allem sicherer Fäustel zw. 20 und 30 Euro. Ich würde Dir hier wirklich empfehlen auf die Sicherheit zu achten, da ein brechender Stiel durchaus gefährliche Situationen hervorrufen kann.

Holzhammer

Holzhammer

Holzhämmer werden normalerweise in der Schreinerei verwendet, um Holzteile zusammenzuschlagen oder um Dübel oder Meißel einzutreiben. Ein Holzhammer verformt das Schlagende eines Metallwerkzeugs nicht, wie es bei den meisten Metallhämmern der Fall wäre.

Er wird auch verwendet, um die Kraft zu reduzieren, mit der die Schneide eines Stemmeisens angetrieben wird, was eine bessere Kontrolle ermöglicht. Hartholzschläger werden auch zum Einschlagen von Kricketschlägern verwendet.

Beim Holzhammer reicht die Preisspanne von 5 – 25 Euro. Aber für einen normalen Haushalt brauchst Du eigentlich keinen Holzhammer, dieser Typ Hammer ist dann schon wirklich für einen Schreiner, oder Tischler.

Vorschlaghammer

vorschlaghammer

Ein Vorschlaghammer ist ein Werkzeug mit einem großen, flachen, oft metallenen Kopf, der an einem langen Stiel befestigt ist. Der lange Stiel in Kombination mit einem schweren Kopf ermöglicht es dem Vorschlaghammer, während eines Schlages an Schwung zu gewinnen und im Vergleich zu Hämmern, die zum Eintreiben von Nägeln bestimmt sind, eine große Kraft anzuwenden.

Zusammen mit dem Hammer teilt er die Fähigkeit, die Kraft über eine große Fläche zu verteilen. Dies steht im Gegensatz zu anderen Arten von Hämmern, die die Kraft in einem relativ kleinen Bereich konzentrieren.

Der Vorschlaghammer steht wie kein anderes Werkzeug für Kraft und pure Gewalt. Schon im Mittelalter wurde er von Kriegern gerne als Waffe eingesetzt. Denn ein Treffer mit diesem Hammer und der Kontrahent war definitiv außer Gefecht gesetzt.

Im Handel sind am häufigsten Vorschlaghämmer bis zu 5 kg zu finden. Dabei kommt es aber auch auf die Länge des Stiels an, je länger desto höher der Schwung und die sich daraus entwickelnde Kraft. Die Preise für sehr gute Vorschlaghammer variieren zwischen 30 und 70 Euro.

Fragen und Antworten:

Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Hammer.

„Welcher Hammer wofür“ gibt es auch als Video