Laminat verlegen für Anfänger, eine vollständige Anleitung Laminat verlegen für Anfänger, eine vollständige Anleitung – Wilatools
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Laminat verlegen - eine vollständige Anleitung

In diesem Ratgeber erfährst Du alles Nötige, um selbst Laminat zu verlegen. 

Unser Ziel ist es, dass Du am Ende keine offenen Fragen mehr hast und Dein Projekt ruhigen Gewissens starten kannst.

Laminat verlegen, der komplette Ratgeber
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Inhaltsangabe

Einführung

Es gibt viele Gründe, warum ein neuer Bodenbelag verlegt werden soll. Vielleicht bist Du gerade dabei in eine neue Wohnung zu ziehen oder Du möchtest einen Raum farblich verändern, weil Du Dich am alten Belag satt gesehen hast, oder, oder, oder? Wie gesagt, es gibt eben viele Gründe.

In diesem Ratgeber möchten wir Dich beim Verlegen eines neuen Laminatbodens begleiten, bzw. Dich darauf vorbereiten, sodass Du am Ende stolz und zufrieden mit Deiner Arbeit sein kannst.

Was ist Laminat?

Als Laminat (von lateinisch lamina = Schicht) bezeichnet man einen Werkstoff oder ein Produkt, das aus zwei oder mehreren flächig miteinander verklebten Schichten besteht.

Laminatfußboden ist eine beliebte Wahl bei Fußbodenbelägen und wird in einer breiten Palette an Oberflächen von Holz bis hin zu Naturbelägen angeboten.

Laminat verlegen HolzoptikLaminat verlegen Grau

Damit kannst Du das Aussehen und das Gefühl eines Raumes gestalten. Dieses Produkt eignet sich hervorragend für Eingangsbereiche, Flure und Wohnzimmer. 

Ist Laminatfußboden Kunststoff?

Entgegen der landläufigen Meinung ist ein Laminatboden nicht aus Kunststoff gefertigt. 

In den ersten Jahren sah Laminat aus, als wäre es aus Kunststoff, da Optik und Design dem Preis geopfert wurden. 

Heute jedoch sieht Laminat aufgrund innovativer Herstellung aus, als wäre es aus massivem Hartholz oder Stein, ist aber wesentlich erschwinglicher.

Wie setzt sich Laminat zusammen?

Laminat besteht hauptsächlich aus 4 Schichten. Diese sind von oben nach unten gesehen:

  1. Versiegelung (Overlay)
  2. Dekorpapier
  3. Trägerplatte
  4. Gegenzug 

Versiegelung, Dekorschicht und Gegenzug sind mit umweltfreundlichen Harzen imprägniert. Unter hohem Druck und mit ausreichend Hitze werden sie mit der Trägerplatte verpresst.

Hier eine kurze Aufschlüsselung dieser Schichten.

Versiegelung

Bezeichnung für die oberste Schicht eines Laminatbodens (auch Lauf- oder Nutzschicht). 

Das Overlay besteht überwiegend aus Melaminharz, das dem Boden seine hohe Strapazierfähigkeit verleiht. 

Es schützt die darunter liegende Dekorschicht. Zudem können Laminatböden, z.B. direkt bedruckte Böden, auch lackiert werden.

Dekorpapier

Bezeichnung für das Aussehen der Oberfläche eines Laminatbodens. 

Mittels fototechnischer Reproduktion kann ein beliebiges Motiv erstellt und auf ein sogenanntes Dekorpapier gedruckt werden, das mit der Versiegelung zur Decklage des dreischichtig aufgebauten Laminatbodens wird. 

Daneben können Dekore auch direkt auf die Trägerplatte gedruckt werden. 

Die Dekorpalette reicht von authentischen Holz- und Steinreproduktionen bis hin zu individuellen Kreativdekoren.

Trägerplatte

Mittlere Schicht eines Laminatbodens. Sie besteht aus MDF oder HDF. 

Der Unterschied der beiden Produkte besteht lediglich in der höheren Verdichtung und der daraus resultierenden höheren Rohdichte der HDF-Platte. 

Der Holzfaserwerkstoff macht es möglich, in mehreren Fräsvorgängen ein Profil in die Trägerplatte zu schneiden, das die Montage selbst für Laien möglich macht. 

Die jeweiligen Profile variieren dabei von Hersteller zu Hersteller. Faserplatten können unter Wassereinwirkung aufquellen. 

Das Quellverhalten kann im Produktionsprozess durch den Einsatz entsprechender Leime und Zusätze verbessert werden.

Auf die Trägerplatte werden Dekorschicht + Versiegelung (Oberseite) und Gegenzug (Unterseite) verpresst.

Gegenzug

Bezeichnung für die imprägnierte Schicht auf der Unterseite der Trägerplatte. Diese Schicht sichert die Formstabilität des Bodens.

Wie haltbar ist Laminat?

Laminat ist aufgrund seines mehrschichtigen Aufbaus ein extrem langlebiges Produkt.

Laminat ist kratzfest, lichtecht und leicht zu reinigen

Die Haltbarkeit von Laminat ermöglicht die Aufnahme von starken Belastungen, was es zu einem idealen Bodenbelag für aktive Familien mit Kindern und herumlaufenden Haustieren macht

Dieses Produkt ist nur dann gut für Küchen und Bäder geeignet, wenn entsprechende Vorkehrungen wie eine Feuchtigkeitssperre getroffen werden, aber grundsätzlich würden wir Laminat nicht für Bereiche mit hoher Feuchtigkeit empfehlen

Mit der richtigen Pflege kann das Laminat auch noch nach mehreren Jahren so gut aussehen wie am ersten Tag.

Untergrund

Besonders wichtig für die Verlegung eines Laminatbodens ist die Beschaffenheit des Untergrundes. 

Dieser muss nach den Anweisungen des Herstellers vorbereitet werden, um keine Schäden am Laminatboden zu verursachen und um die volle Garantie zu erhalten.

Richtlinien für den Untergrund unter Laminatboden

eben: 

  • der Untergrund, auf dem das Laminat verlegt werden soll, muss eben und gleichmäßig sein
  • Abweichungen von mehr als drei Millimetern müssen beseitigt werden - durch Schleifen oder Verspachteln

trocken: 

  • kontrolliere die Feuchtigkeit des Untergrundes – dieser sollte vollkommen trocken sein
  • verwende eine Dampfbremse, um aufsteigende Feuchtigkeit im Laminat zu verhindern

stabil: 

  • der Träger muss absolut stabil sein - bewegt sich der Untergrund, kann das den Laminatboden schädigen
  • verschraube daher lose oder lockere Bretter oder entferne einen instabilen Untergrundbelag

Untergründe für Laminatboden

Die nachstehenden Untergründe eignen sich am besten für die Verlegung von Laminat

mineralischer Boden - dazu gehören zum Beispiel: Estrich, Asphalt, Beton: 

Um auf diesem Untergrund Laminat zu verlegen, sollte alles eben und trocken sein. Bei mineralischen Untergründen sollte man immer eine Dampfsperre aufbringen!

Holzdielen:
Lockere Dielen müssen festgeschraubt werden, der Unterboden muss vollkommen stabil sein. Verlegen Sie das Laminat rechtwinklig zur Längsrichtung der Holzdielen.

Holzspanplattenkonstruktionen:
Stelle sicher, dass der Untergrund standhaft, gleichmäßig und vor allem trocken ist.

Wenn Du diese Anforderungen beachtest, wirst Du lange Zeit Freude an Deinem Laminatboden haben.

Wichtiges Werkzeug zum Laminat verlegen

Die Werkzeugliste für die Laminatverlegung ist relativ übersichtlich. 

Was Du brauchst:

  • Zollstock
  • Bleistift
  • ausreichend Abstandskeile (hier kannst Du auch Laminatverschnitt verwenden)
  • Kreissäge mit Hartmetall-Wechselzahn-Sägeblatt oder eine feine Stichsäge oder zumindest eine Handsäge
  • Hartgummihammer
  • Schlagklotz
  • Zugeisen

enorm hilfreiches Werkzeug

Was wir von Wilatools® natürlich empfehlen ;-) ist unser Bestseller, der Formenzeichner-Pro.

Auch die Rückmeldungen unserer Kunden bekräftigen unsere Meinung, dass diese Markierungshilfe enorm hilfreich beim Laminat verlegen ist.

Bevor wir nun voller Tatendrang anfangen, müssen wir unserem Laminat aber erst noch etwas Eingewöhnungszeit geben.

Akklimatisierung des Laminats

Nach wochenlangem Lagern der Pakete beim Händler, braucht das Laminat eine gewisse Zeit, damit es sich an die Umgebungstemperatur und an die Luftfeuchtigkeit in Deinem Haus, oder in Deiner Wohnung gewöhnen kann. 

Hier solltest Du den Paketen 24 Stunden Zeit geben. 

Es ist aber nicht nötig die Bretter dafür komplett auszupacken.

Bekommt das Laminat diese Zeit nicht, kann sich das Material durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausdehnen oder zusammenziehen, was später durchaus zu unschönen Spalten zwischen den Paneelen führen kann.

Bodenvorbereitung

Aber Du kannst natürlich während dieser Gewöhnungsphase schon mal mit der Vorbereitung des Bodens beginnen. 

Dazu muss als Erstes eine gründliche Bodenreinigung vorgenommen werden. 

Denn durch Staub und Schmutz entstehen Unebenheiten im Boden, die sich später, vor allem barfuß, deutlich bemerkbar machen. 

Besonders sandige Verschmutzungen können im schlimmsten Fall ein deutlich hörbares Knirschen verursachen. 

Nach der Reinigung solltest Du den Boden auf seine Ebenheit prüfen. 

Stark unebene Böden können mit Ausgleichsmasse gefüllt werden. 

Die Nivelliermasse wird auch als Fließspachtel bezeichnet und sorgt für eine wirklich ebene Oberfläche. 

Da Feuchtigkeit im Boden Schäden am Laminat hervorrufen kann, ist es wichtig, unser Wunsch-Laminat nur auf wirklich trockenen Böden zu verlegen!

Dampfbremse aufbringen

In Räumen mit Estrichboden als Untergrund, oder einer Fußbodenheizung ist es wichtig, eine Dampfbremse aufzubringen. 

Diese schützt den Bodenbelag vor aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Untergrund. 

Eine Dampfbremse ist eine spezielle Folie, die Feuchtigkeit nur kontrolliert durchlässt. 

Am besten ist es, die Folie entgegengesetzt zu der Richtung zu verlegen, in der das Laminat verlegt werden soll. 

Die einzelnen Bahnen müssen sich etwa 20 Zentimeter überlappen und an den Nahtstellen mit Spezialklebeband zusammengeklebt werden. 

Zu den Wänden hin solltest Du die Folie etwa 10 Zentimeter länger stehen lassen und den Überstand an der Wand hochklappen.

Trittschalldämmung

Jetzt, wo der Boden sicher vor Feuchtigkeit geschützt ist, kannst Du mit der Verlegung der Trittschalldämmung beginnen. 

Diese gibt es aus verschiedenen Materialien, wie Schaumstoff, Filz oder Kork.

Sie hat gleich mehrere Aufgaben. 

Zum einen entkoppelt sie das Laminat akustisch vom Rest des Gebäudes und zum anderen verhindert sie ein schnelles Auskühlen des Bodens von der Unterseite. 

Bei der Verlegung der Trittschalldämmung ist Vorsicht geboten: 

Überlappungen und Freiräume sind zu vermeiden! 

Verlege am besten nur so viel Trittschalldämmung, wie Du für die nächsten Laminatreihen benötigst. 

So wird verhindert, dass die Trittschalldämmung beim Begehen versehentlich beschädigt oder verschoben wird.

Verlegerichtung

Längs, quer oder vielleicht diagonal? 

Bevor Du mit der Arbeit beginnst, solltest Du Dir überlegen, in welche Richtung Dein Laminat verlegt werden soll. 

Je nach Richtung kannst Du damit unterschiedliche Effekte erzielen. 

Denn je nach Verlegerichtung kann Dein Laminatboden einen Raum optisch vergrößern oder verkleinern. 

Auch die Farbe spielt hier eine Rolle, heller Boden lässt Deinen Raum größer wirken, in dunklen Farben erscheint der Raum eher kleiner.

Planung der Laminatverlegerichtung

Ein Laminatfußboden ist immer auch eine Investition in die Zukunft. 

Einmal verlegt, wirst Du Deinen Boden über Jahre hinweg genießen wollen. 

Fast so vielfältig wie die Dekore eines Laminatbodens sind auch seine Verlegearten. 

Abgesehen von Deinem persönlichen Geschmack gibt es nur eines, was Du wirklich beachten musst: 

Bei Landhausdielen als Unterboden sollte der Laminatboden quer zur Längsrichtung der vorhandenen Dielen verlegt werden.

Laminat Verlegerichtung nach Lichteinfall

Wir empfehlen, die Verlegerichtung längs zur Hauptlichtquelle und quer zur Richtung des Fußbodens zu wählen. 

So verlaufen die Fugen der Paneele parallel zum Lichteinfall, sind kaum spürbar und verstärken den Gesamteindruck einer geschlossenen, harmonischen Bodenfläche. 

Das Licht hebt auch die Struktur und das Oberflächendekor hervor. 

Normalerweise sind die Fugen zwischen den einzelnen Laminatpaneelen nicht mehr spürbar. 

Bei schräg einfallendem Licht, zum Beispiel bei tief stehender Sonne, können sich jedoch an den Fugen auffällige Schatten bilden, die diese deutlich sichtbar machen. 

Quer zur Lichtquelle verlegtes Laminat erweckt den Eindruck eines unebenen, unruhigen Bodens. 

Aus diesem Grund solltest Du besonders auf die Richtung des Sonnenlichts achten, das durch die Fenster auf den Laminatboden fällt, um die optimale Verlegerichtung für Dein Laminat zu bestimmen. 

Muster des Laminatbodens, die Du in der Regel bei Deinem Fachhändler erhältst, helfen Dir dabei.

Natürlich ist die oben genannte optimale Laminatverlegerichtung nicht immer möglich. 

Oft stehen sich Türen und Fenster gegenüber, sodass es nicht möglich ist, die Verlegerichtung entlang der Hauptlichtquelle und quer zur Laufrichtung einzuhalten - in diesem Fall entscheidet natürlich Dein eigener Geschmack.

Laminat Verlegerichtung nach der optischen Wirkung

Neben der Lichteinfallsrichtung ist auch die beabsichtigte Wirkung auf den Raum ein wichtiges Kriterium für die Verlegerichtung des Laminats:

Wird das Laminat in Längsrichtung zur Bewegungsrichtung verlegt, unterstützen die Paneele die Sichtachse des Raumes und wirken somit streckend. 

Der Raum erscheint dadurch länger, als er tatsächlich ist. 

Ein Raum, der breiter als lang ist, kann einem auf diese Weise verlegten Boden optisch Tiefe verleihen und ihn dadurch größer erscheinen lassen. 

Andererseits kann ein schmaler Raum, wie z.B. ein Flur, auf diese Weise röhrenförmig und noch länger erscheinen.

In diesem Fall solltest Du Dich für eine Verlegerichtung quer zur Bewegungsrichtung entscheiden. 

Der Laminatfußboden wirkt dann eher störend und gibt dem Raum ein breiteres Erscheinungsbild. 

Da Flure meist keine Fenster haben und die Deckenlampe die primäre Lichtquelle ist, gibt es kein Problem mit den oben beschriebenen Schatten.

Die dritte Möglichkeit, Ihr Laminat zu verlegen, besteht darin, es diagonal zu verlegen. 

Dies ist besonders geeignet für Räume mit asymmetrischen Wänden, wie z.B. in Altbauwohnungen, oder mit nicht rechtwinkligen Ecken. 

Der Raum wird durch diagonal verlegtes Laminat optisch erweitert und erhält einen modernen, spannenden Gesamteindruck. 

Bei der diagonalen Verlegung von Laminat solltest Du jedoch berücksichtigen, dass Du beim Kauf des Laminats einen höheren Anteil an Abfall einkalkulieren musst.

So, nun geht es endlich los mit der ersten Reihe

Die erste Reihe ist bei Weitem die am schwierigsten zu verlegende. 

In der Regel beginnt man mit der Verlegung hinten links im Raum, von der Zimmertür aus gesehen. 

Bevor die erste Laminatreihe verlegt wird, muss die Feder auf der linken Seite aus dem Laminat der ersten Reihe entfernt werden. 

Dies geschieht am besten mit einer Kreissäge mit Parallelanschlag oder einer Tischkreissäge. 

Nun kann die eigentliche Verlegung beginnen. Verwende die Abstandskeile, um einen Abstand von 1 - 1,5 Zentimetern zur Wand zu gewährleisten. 

Je größer der Raum, desto größer muss der Abstand zur Wand sein. 

Die letzte Platte an der Wand muss abgeschnitten werden. 

Achte darauf, dass dieses Stück nicht kürzer als 40 Zentimeter ist. 

Wenn der Raum keine andere Länge zulässt, kürze auch die Erste bereits verlegte Platte, sodass beide Platten eine Mindestlänge von 40 Zentimetern haben.

Nun ist der Punkt erreicht, an dem die Verlegung von Laminat langsam aber sicher abläuft. 

Die einzelnen Reihen werden kontinuierlich verlegt, d.h. Du beginnst eine neue Reihe mit dem Abschnitt der letzten Reihe. 

Dadurch werden Querfugen vermieden und der Verschnitt relativ gering gehalten. 

Achte bei der kontinuierlichen Verlegung der einzelnen Paneele darauf, dass die jeweiligen End- oder Anfangsstücke nicht kürzer als 30 Zentimeter sind und dass ein Abstand von mindestens einem Zentimeter zur Wand eingehalten wird. 

Die Enden lassen sich am einfachsten mit einer Ablängsäge schneiden, aber auch eine Stichsäge oder ein Laminatschneider ist eine gute Hilfe. 

Die einzelnen Reihen werden mit einem Hammer und einem Schlagklotz fest miteinander verbunden, die Endstücke werden mit Hammer und Zugeisen fest zusammengezogen.

Abschlussreihe verlegen

Bei der letzten Laminatreihe musst Du die einzelnen Paneele wie bei der ersten Reihe anpassen. 

Dazu misst man den verbleibenden Spalt und zieht vom Ergebnis den notwendigen Wandabstand und die Breite der Feder ab. 

Vorsichtshalber an mehreren Stellen messen, da nur sehr wenige Wände wirklich exakt gerade sind. 

Die Platten werden dann mit einer Tisch- oder Handkreissäge auf die richtige Breite geschnitten. 

Nachdem die letzte Reihe eingeklickt ist, wird das Zugeisen wieder verwendet, um eine feste oder vollständige Verbindung zu gewährleisten.

Besonderheiten

Übergangs- und Ausgleichsprofile

Um bei der Verlegung von Laminat zwei Böden miteinander zu verbinden, benötigt man Übergangsprofile. 

Für Böden in unterschiedlicher Höhe gibt es sogenannte Ausgleichsprofile.

Diese Profile sorgen nicht nur für ein tolles Erscheinungsbild, sie minimieren auch die Stolpergefahr.

Du solltest Dir schon vor dem eigentlichen Verlegen Gedanken machen, ob Du Übergangsprofile oder sogar Ausgleichsprofile verwenden möchtest und wo Du sie platzieren willst.

Wichtige Fragen vor der Verlegung von Laminatübergangsprofilen

Laminatübergangs- und Laminatausgleichsprofile sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. 

Die Profile unterscheiden sich in Breite, Farben und den verwendeten Materialien. 

Wenn Du weißt, welche Strecke die Profile abdecken müssen, kannst Du die Breite wählen. 

Es ist sehr wichtig, dass der Abstand zu festen Gegenständen wie z.B. den Schrauben der Übergangsprofile mindestens 10 Millimeter beträgt. 

Die Wahl der Farbe und des Materials ist natürlich gänzlich Dir überlassen.

Je nach Untergrund gibt es Profile zum Verkleben oder Verschrauben.

WICHTIG: Bei einem Estrichboden mit verlegter Fußbodenheizung ist es nicht erlaubt zu bohren.

Bevor Du die Auswahl der Profile triffst, solltest Du folgende Punkte klären:

  1. Sind meine Böden unterschiedlich hoch? Und wenn ja um wie viel mm unterscheiden Sie sich?
  2. Wie breit sind meine Dehnungsfugen?

Übergangsprofil: die richtige Vorgehensweise

Wenn Du das richtige Laminatprofil gewählt hast und die vorangegangenen Punkte beachtet wurden, kannst Du das Übergangs- oder Ausgleichsprofil fachgerecht verlegen. 

Zunächst solltest Du die richtige Position für die Befestigungsschiene bestimmen.

Bedenke: Der Abstand zum Laminat muss unbedingt 10 Millimeter betragen.

Du kannst Dir gerne eine Hilfslinie einzeichnen, sofern die Befestigungsschiene nicht auf Trittschall liegt

Nun kannst Du die Unterschiene aufkleben oder verschrauben.

Wichtig beim Verkleben:

Wenn Du Dich für eine Verklebung der Übergangsprofile entscheidest, verwende Montagekleber. Beachte unbedingt die vorgeschriebene Trocknungszeit des Montageklebers!

Nachdem die Unterschiene befestigt wurde, kann mit dem Verlegen des zweiten Bodens begonnen werden. Falls dieser Boden ebenfalls Laminat ist, denke bitte daran, den Abstand von 10 mm zur Befestigungsschiene einzuhalten.

Zum Abschluss dann nur noch das Laminatübergangs- oder Laminatausgleichsprofil befestigen.

Türzargen oder Heizungsrohre

Das Verlegen von Laminat bei Türen erscheint im ersten Moment relativ kompliziert. 

Aber glaub' uns, dabei kann man nicht viel falsch machen. 

Es gibt jedoch ein paar Dinge, die zu beachten sind und in den meisten Räumlichkeiten gibt es ein paar knifflige Sachen, die Fragen aufwerfen können. 

Zum Beispiel sind nicht alle, die zum ersten Mal Laminat verlegen wollen, sofort mit der Vorgehensweise bei Türübergängen vertraut. 

Aber auch hier ist es nicht allzu kompliziert. 

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. 

Die zwei Möglichkeiten um Laminat an Türen zu verlegen

  1. Die erste Variante besteht darin, das Laminat an die Türzarge anzupassen, sodass die Türzarge vom Laminat umrandet wird. 

Falls Du in einem Mietobjekt wohnst und nicht im Eigenheim, würden wir Dir nicht raten, die Türzargen selbst zu kürzen.

Besonders beim Werkeln in einer Mietwohnung ist es nicht unbedingt zu empfehlen, an den Türzargen selbst etwas zu verändern

Besser ist es in diesem Fall, das Laminat auszusägen und um die Zarge herum zu legen.

Auch hier kommt wieder unser Formenzeichner Pro zum Einsatz. Mit dieser Markierungshilfe ist es möglich die Kontur der Türzarge aufzunehmen und auf das Laminat zu übertragen.

Nun muss man die aufgezeichnete Kontur der Türzarge nur noch ausschneiden bzw. aussägen - und das war’s schon.

  1. Die zweite Variante besteht darin, den Türrahmen an das Laminat anzupassen

Das heißt, wir kürzen den Türrahmen um das Laminat darunter legen zu können.

Dazu lege das Laminat bis kurz vor die Türzarge. Lege die Säge, z.B. einen Fuchsschwanz, waagerecht über die Platte und säge daran entlang. 

Das Laminat dient als Hilfe und Stütze, um die Türzarge in der richtigen Höhe abzusägen. 

Drehe dabei das Paneel auf den Kopf, um das Dekor vor Beschädigungen zu schützen

Lege anschließend das Paneel unter die Türzarge.

Pflege des Laminats

Die Laminatpflege ist eigentlich nicht sonderlich kompliziert, ein paar Sachen gibt es aber zu beachten, damit Dein neuer Laminatfußboden lange schön bleibt.

Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit sind nicht nur für Dich selbst wertvolle Indikatoren, sondern auch für Dein Laminat.

Wir Menschen fühlen uns bei einer Temperatur von 18 bis 25 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 % am wohlsten.

Dein Laminat ist da nicht sonderlich anders.

Eine höhere Luftfeuchtigkeit kann zum Beispiel den Boden zum Quellen bringen.

Damit bietest Du Deinem Laminatboden optimale Bedingungen, denn bei höherer Luftfeuchtigkeit neigen die Holzwerkstoffplatten der Böden wie alle Holzwerkstoffe zum Quellen. 

Niedrige Luftfeuchte – hier sind Klimaanlagen und Fußbodenheizungen zu beachten – führen bei gleichzeitig hohen Temperaturen zum Schwinden. 

In der Heizperiode empfiehlt sich der Einsatz von Luftbefeuchtern. 

Besser Schmutz vermeiden statt entfernen! 

Das kennen wir doch alle: 

Der meiste Schmutz wird von außen in die Wohnung hereingetragen und auf dem Boden abgetreten. 

Die beste Reinigung besteht also darin, Schmutz zu vermeiden. 

Lass’ ihn einfach draußen vor der Tür! 

Wie das geht? Ganz einfach. 

Lege eine ausreichend große Schmutzfangmatte vor Ihre Wohnungstür. 

Bitte bedenke: Hereingetragener Schmutz kann bei allen Bodenbelägen zu Beschädigungen führen. 

Steinchen und ähnliches wirken wie Schleifpapier und führen zu unschönen Kratzern. 

Stuhl-, Tisch- und Schrankfüße sollten mit Filzgleitern ausgestattet werden, so kann man sie leicht verschieben und Kratzern vorbeugen. 

Noch ein Tipp: Denke daran, Bürostühle, Aktenwagen, Rollcontainer etc. mit weichen Laufflächen/Rollen auszustatten! 

Man erkennt sie am zweifarbigen Aufbau. 

Bei vorhandenem Mobiliar sollte man alte, harte und/oder scharfkantige Rollen austauschen. 

Das erste Reinigen nach dem Verlegen 

Vor der Erstnutzung zunächst Sägespäne, Staub und Schmutz mit einem Besen bzw. Staubsauger mit einer Saugdüse für Hartböden entfernen. 

Anschließend empfiehlt sich eine Reinigung zur Beseitigung anhaftender Schmutzreste. 

Dazu muss die Oberfläche mit einem ausgewrungenen, tropffreien Tuch abgewischt werden. 

Man bezeichnet dies als „nebelfeuchtes“ Wischen. 

Gebe dazu etwas Laminat-Reinigungsmittel ins Wischwasser! 

Ist die Anwendung von Pflegemitteln erforderlich? 

Laminatfußböden mit Melaminharz-Oberfläche (DPL Laminatboden nach EN 13329) bedürfen keiner Pflegebehandlung mit film-bildenden Reinigungs- und Pflegemitteln, Polish oder Bohnerwachs. 

Bei anderen Oberflächen-Ausführungen, z.B. direkt bedruckte Böden mit lackierter Oberfläche (PDL-Laminatboden nach EN 15468), kann eine Behandlung mit Pflegemitteln, wie sie für lackierte Parkettböden eingesetzt werden, durchaus sinnvoll sein. 

Beachten Sie hierzu unbedingt die Empfehlungen der Laminatboden-Hersteller! 

Laufende Reinigung im Wohnbereich 

Jeder Bodenbelag unterliegt einem natürlichen Verschleiß, der sich nach der Güte des Bodenbelags und der Beanspruchung richtet. 

Mit einer regelmäßigen Unterhaltsreinigung tragen Sie zum Wert-Erhalt des Bodens bei. - lose aufliegende Verschmutzungen Ihr neuer Laminatfußboden hat eine harte und dichte Oberfläche. 

Deshalb kann der Schmutz nur schwer anhaften und ist meistens leicht zu entfernen. 

Ein für Hartböden geeigneter Staubsauger, vorzugsweise mit einem wirksamen Staubfilter und einer Saugdüse für Hartböden ist dafür geeignet. 

Mit einem gut ausgewrungenen nicht tropfenden Tuch kann man den Boden einfach und bequem von Staub und losem Schmutz befreien. 

Empfehlenswert sind auch gebrauchsfertige, imprägnierte Wischtücher oder Feuchttücher. 

Fest anhaftende Verschmutzungen 

Fest anhaftende Verschmutzungen sind durch den Einsatz der empfohlenen Reinigungsmittel zu entfernen. 

Achtung: Verwende keine abrasiv wirkenden schmirgelnden Schwämme, Tücher, Pads, Scheuermittel, etc.! 

Laminatfußböden nicht schleifen, lackieren oder wachsen. 

Für Laminatfußböden mit Melaminharz-Oberfläche dürfen keine film-bildenden Reinigungs- und Pflegemittel eingesetzt und auf keinen Fall Bohnerwachs oder Polish verwendet werden. 

Für Laminatböden mit anderen Oberflächen-Ausführungen, z.B. direkt bedruckte Böden mit lackierter Oberfläche, können ergänzende oder abweichende Maßnahmen zur Wert-Erhaltung sinnvoll sein. 

Dazu zählt z.B. die Anwendung von Pflegeprodukten. 

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie beim Hersteller des jeweiligen Fußbodens. 

Dampfreiniger sind für die Verwendung auf allen Laminatfußböden nicht geeignet. 

hartnäckige Verschmutzungen/Flecken 

Im täglichen Leben kann es passieren, dass beim Gebrauch der Fußböden hartnäckige Verschmutzungen/Flecken entstehen. 

Dazu zählen z.B. Gummi-Abrieb, Absatz-Striche, Nagellack und andere Lacke, Schuhcreme etc. 

Nicht alle hartnäckigen Verschmutzungen/Flecken lassen sich mit den empfohlenen Laminatboden Reinigungsmitteln beseitigen. 

In diesem Fall verwenden Sie bitte einen für Laminatfußböden empfohlenen Fleckentferner! 

 

So, dass soll es nun erst einmal gewesen sein, wir hoffen, dass wir Dir helfen konnten.

Wir wünschen Dir viel Spaß bei Deinem Projekt und würden uns freuen, wenn Du diesen Beitrag teilst und uns vielleicht ein paar Fotos Deiner Arbeit zusendest.


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