Was bedeutet das Akkuschrauber Drehmoment?

(zuletzt aktualisiert am: 4. Juli 2021)

Als ich mir meinen ersten Akkuschrauber zugelegt habe, stolperte ich mehrmals über die unterschiedlichen Drehmomentangaben der verschiedenen angebotenen Akkuschrauber. Ich war mir damals nicht sicher, welche Bedeutung das Akkuschrauber Drehmoment hat.

Die Angabe des Drehmoments bei einem Akkuschrauber zeigt an, welche Kraft das Gerät aufbringen kann um beispielsweise eine Schraube zu versenken. Jeher höher das Drehmoment, desto kraftvoller ist der Akkuschrauber. Das Drehmoment wird in der Regel in Nm (Newtonmeter) angegeben.

Ein Akkuschrauber gehört für viele Menschen zu einer absoluten Werkzeug Grundausstattung im Haushalt und wird zum Basteln oder für verschiedene Aufgaben im Haushalt bzw. bei Reparaturen verwendet.

Doch damit ein Akkuschrauber auch den vollen Nutzen erbringen kann, müssen einige Einstellungen auch richtig benutzt werden. Nur durch eine richtige Einstellung wird auch die perfekte Funktionsweise des Gerätes sichergestellt.

Dieser Artikel erklärt, worum es sich beim Akkuschrauber Drehmoment handelt und wie das Drehmoment richtig eingestellt wird.

Was genau ist das Akkuschrauber Drehmoment und welche Aussage hat dieser Wert?

Unter dem Drehmoment selbst wird in erster Linie eine physikalische Einheit verstanden, die eine Kraft misst. Je höher das Drehmoment, desto höher ist damit auch die Kraft, mit der eine Schraube festgeschraubt wird. Das Drehmoment wird dabei in Nm – also in Newton-Meter angegeben und ist das Produkt aus Kraft und Weg.

Beim Akkuschrauber gilt: je höher das Drehmoment, desto mehr Kraft leistet das Gerät, um eine Schraube festzuziehen. Das Drehmoment sollte für verschiedene Materialien entsprechend eingestellt werden – bei weichem Holz reicht z. B. ein geringes Drehmoment, damit wird das Holz auch nicht weiter beschädigt.

Bei Wänden oder anderen harten Materialien sollte ein höheres Drehmoment eingestellt werden, damit die Schraube in die Oberfläche hineingedreht werden kann.

Das Drehmoment steuert damit also die Kraft des Gerätes. Je höher das Drehmoment, desto stärker wird auch die Batterie belastet und desto schneller entlädt sich diese.

Einfache Akkuschrauber haben ein maximales Drehmoment von ca. 5 – 6 Nm, größere Geräte können dabei schon rund 40 Nm erreichen und professionelle Geräte leisten weit über 40 Nm an Drehmoment.

Häufig geben die Hersteller nicht nur einen Absolutwert, sondern auch einen maximalen Drehmoment bei einem weichen und einem harten Schraubfall an.

Diese Bezeichnung bezieht sich dabei auf das Material, in welches eine Schraube geschraubt wird. Wird eine Schraube z. B. in Holz geschraubt, so wird von einem weichen Schraubfall gesprochen.

Das notwendige Drehmoment ist anfangs relativ gering und steigt kontinuierlich an. Es wird gegen Ende immer schwieriger, die Schraube in das Holz zu schrauben, d. h. der Akkuschrauber muss kontinuierlich das Drehmoment erhöhen, um die Schraube in das Holz zu treiben.

Bei einem harten Schraubfall kommt es erst gegen Ende zu einem sprungartigen Anstieg, wie z. B. beim Schrauben in Metall.

Wie wird das passende Drehmoment ausgewählt?

Es gibt keine klare Faustregel für die Auswahl des passenden Drehmoments, einige Punkte sind jedoch zu beachten.

Bei weichen Materialien wie z. B. Holz sollte man sich langsam an das richtige Drehmoment herantasten, denn ein zu hohes Drehmoment kann das Holz beschädigen.

Vor allem beim Aufbau von Möbeln sollte zunächst eine kleine Stufe ausgewählt werden – diese ist meistens ausreichend, oder man benutzt einen kleinen Akkuschrauber wie den Hychika SD-4C. Bei harten Materialien wie z. B. einer Wand kann das Moment langsam gesteigert werden.

Auch hier ist darauf zu achten, dass der Kopf des Akkuschraubers nicht die Schraube beschädigt, indem er sich durchdreht.

Für den privaten Gebrauch sollte ein Akkuschrauber daher mindestens 40 Nm an maximalem Drehmoment besitzen – damit können auch etwas größere Schrauben und härtere Materialien bewerkstelligt werden und der Akkuschrauber bleibt immer noch in einem guten preislichen Rahmen.

Auch die Volt-Zahl sollte passend gewählt sein, bei ca. 30–40 Nm sollte der Akkuschrauber mindestens 12 Volt aufweisen können.

Wie wird das Akkuschrauber Drehmoment am Gerät eingestellt?

Je nach Hersteller kann die Einstellung etwas abweichen – die meisten Geräte besitzen entweder einen Schalter oder eine stufenlose Einstellung des Drehmoments.

Die Einstellung ist meist am Kopf des Gerätes in Form eines Ringes zu finden – dort sind in der Regel auch Zahlen abgebildet, die einem Drehmoment entsprechen.

Am Ring, der gedreht werden kann, befindet sich ein Zeiger, der dann auf die jeweilige Zahl gestellt wird. Diese Einstellung begrenzt das Drehmoment des Akkuschraubers dann auf die ausgewählte Zahl.

In den meisten Fällen muss das Drehmoment auch beim Bohren verstellt werden – am Anfang kann eine Schraube häufig relativ leicht eingedreht werden – je tiefer sie jedoch eindringt, desto mehr Kraft wird zum benötigt. Das Verstellen sollte immer nur dann erfolgen, wenn der Akkuschrauber nicht arbeitet.

Welche anderen Kriterien sind neben dem Drehmoment von großer Bedeutung bei einem Akkuschrauber?

Nicht nur das Drehmoment ist bei einem Akkuschrauber entscheidend über den Erfolg beim Verschrauben einer Schraube oder beim Bohren von Löchern.

Neben dem Drehmoment selbst ist auch die Voltzahl wichtig, denn diese korreliert direkt mit dem Drehmoment. Das beutetet: je höher die Voltzahl, desto höher kann auch das Drehmoment werden.

Die Drehzahl ist nicht unbedingt direkt mit der Voltzahl oder dem Drehmoment verbunden – diese gibt nur an, wie schnell sich der Kopf des Schraubers pro Minute drehen kann. Die Drehzahl hat damit eine wichtige Bedeutung beim Bohren von Löchern, nicht jedoch beim Verschrauben.

Ich hoffe, ich konnte deine Fragen zum Akkuschrauber Drehmoment damit vollumfänglich beantworten. Möchtest du noch mehr über das Drehmoment wissen, empfehle ich dir diesen Beitrag auf Studyflix.de